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Stadtpark und Mündungsbereich

Heute Verkehr − morgen Park

Ein Teil der Lorcher Straße wird abgerissen und der Verkehr zukünftig über den Bahnhofsboulevard fließen. Die frei gewordene Fläche wird zur Erweiterung des Stadtgartens und einem prägenden Element der Landesgartenschau werden: dem Remspark.
An der neuen Remsstraße formuliert der Bahnhofsboulevard den räumlichen Abschluss des Bahnhofsvorplatzes und ist gleichzeitig Auftakt des erweiterten Stadtgartens.



Vor dem Abbruch der Gebäude in der Lorcher Straße

Nach dem Abbruch der Häuser in der Lorcher Straße. Hier wird der Remspark entstehen.

Neuer Erlebnisraum Stadtgarten

Durch die Erweiterung des Stadtgartens über die Rems nach Norden entsteht der neue Remspark. Zentrum des Parks ist eine großzügige, offene Wiesenfläche mit frei stehenden Ölweiden und Zier-Kirschen, die sich zur Rems hin über flache Böschungen oder Rasen- und Kiesterrassen öffnet. Zwei Staudengartenbänder, das Goldenen und Silberne Band, verbinden den Remspark mit dem historischen Stadtgarten. Die Überquerung der Rems ermöglichen zwei neue Fußgängerbrücken.



Das goldene Band zieht sich zum Rokoko-Schlösschen hin.

Alter Stadtgarten

Der Bestand an historisch wertvollen Mauern und Wegen wird entsprechend den denkmalpflegerischen Vorgaben saniert. Der Gehölzbestand wird gepflegt und überwachsene Pflanzung ausgelichtet. Die Asphaltdeckschicht der bestehenden Wege wird erneuert und an den hochwertigen Asphaltbelag der neuen Wege angeglichen. Die Querachse des alten Stadtgartens wird durch das „Goldene Band“ aufgenommen.
Der Eingangsbereich vor dem Congress Centrum wird großzügiger gestaltet, durch den Bezug auf das „Goldene Band“ wird die Verbindung zum Rokokoschlösschen gestärkt. Die Straße "Am Stadtgarten" wird während der Landesgartenschau für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Auch aus der Bahnhofstraße rollt künftig kein Verkehr mehr, da in diesem Bereich das Silberne Band entstehen wird. Der Stadtgarten reicht dann also mit diesem für den normalen Kraftverkehr geschlossenen Bereich näher an die Altstadt heran.

Goldenes Band

Das „Goldene Band“ führt vom Bahnhof über die Rems auf die Querachse des Rokokoschlösschens und schafft eine direkte Verbindung zwischen dem Gamundia Hotelneubau und dem Congress Centrum am Stadtgarten. Staudenbeete in Gelb und Gold durchziehen das Band und gliedern Aufenthaltsbereiche und Terrassen. Über die Brückenköpfe der neuen Fußgängerbrücke wird das Band an der Rems fortgeführt und leitet in den neuen Remspark hinein.

Silbernes Band

Das „Silberne Band“ stellt die direkte fußläufige Verbindung vom Bahnhof durch den Remspark bis in die Altstadt her. Stauden mit silberfarbenen Blättern prägen den Charakter der in das Band eingebetteten Gärten. Südlich der Rems weitet sich der Weg am „Silbernen Band“ zu einem Platz, von dem aus die Fußgänger über die neue verkehrsberuhigte Josenbrücke in die Ledergasse gelangen, die nach der Umgestaltung zu einem attraktiven Auftakt und Zugang zum mittelalterlichen Stadtkern wird.



Ufergestaltung Remspark und Stadtgarten

Das nördliche Ufer der Rems ist durch großzügige Offenheit geprägt. Südorientierte, von Einzelbäumen bestandene Rasenböschungen und eine Anlage aus Rasen- und Kiesterrassen öffnen die Rems zum neuen Remspark und machen das Flussbett zugänglich.



Bei der Villa Hirzel entsteht ein Biergarten

Das exponiert im Park stehende Haus Hirzel stellt einen idealen Standort für ein Parkcafé mit einem Biergarten dar. Eine nach Süden orientierte Außenterrasse bietet Platz für ca. 85 Sitzplätze mit Blick auf die Rems.

Das Haus Hirzel wird inmitten des neuen Remsparks stehen.

Die bekannte Fußgängerunterführung neben dem Haus Hirzel weicht.

Die Mündung von Josefsbach und Rems

Auf verschiedenen Niveaus entstehen Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser und vermitteln zwischen der Promenadenebene und den 5 bis 6 m tiefer liegenden Gewässern.

Gewässerausbau Rems

Das ca. 4 m hohe Remswehr wird abgebrochen und durch zwei je 80 m lange „raue Rampen“ ersetzt, die jeweils 2 m Höhendifferenz abbauen und für Wassertiere überwindbar sind.

Um den Hochwasserabfluss auch nach Abbruch des Remswehrs zu gewährleisten, wird die Rems am Rampenkopf der oberen Rampe deutlich aufgeweitet. Zwei Inseln teilen Fluss und Rampe mittig und ermöglichen den weitgehenden Erhalt des Baumbestandes und des Lebensraumes unterschiedlicher Tierarten entlang der jetzigen Uferlinie. Grüne Böschungen begleiten die Rampe zu beiden Seiten. Modellierung und Materialität der neuen Sohle werden naturnah ausgebildet. Dynamische Veränderungen durch Materialverlagerungen innerhalb des Bachbettes außerhalb der Rampen sind erwünscht. Einen Kontrast zur naturnah ausgebildeten Flusssohle bilden in die Sohle eingebettete artifizielle Körper, die den Mündungsbereich und die „raue Rampe“ vor dem Haus Hirzel inszenieren und zum Begehen und Erleben des Flussbettes einladen.



Die raue Rampe zwischen neuer Remsbrücke und neuem Fehrlesteg ersetzt das ehemalige Wehr.

Hochwassersicherheit

Die Hochwassersicherheit an der Rems wird durch die Beseitigung des Wehres deutlich verbessert. Künftig können hier Hochwasserabflüsse unter der neuen Remsbrücke für ein angenommenes 100-jähriges Hochwasser abgeführt werden. Der Faktor der Klimaveränderung wurde auch hier berücksichtigt.

Die raue Rampe und die neue Remsbrücke.

Die raue Rampe macht die Querung für Fische und andere Wasserlebewesen möglich.